Jupiter
Jupiter unterscheidet sich grundlegend von den inneren Planeten. Mit seinen 142.800 km Äquatordurchmesser ist er der größte Planet. Trotz des wesentlich größeren Volumens des Planeten beträgt seine Masse nur das 318fache der Erdmasse, weil Jupiter keine feste Oberfläche besitzt. Im Gegensatz zu den 4 inneren Planeten findet man auf dem Jupiter nur leichte Gase, wie z.B. flüssigen, metallischen Wasserstoff u.ä. Ob sich im Inneren des Planeten auch ein fester Kern befindet, kann nur gemutmaßt werden. Da Jupiter sich in nur fast 10Std. einmal um die eigene Achse dreht, ähnelt er einer abgeflachten Kugel: Der Durchmesser am Äquator ist knapp 9.000km größer als an den Polen. Die Abplattung sieht man in jedem Teleskop sehr schön. Die Umlaufzeit um die Sonne beträgt fast 12 Jahre. Aufgrund der großen Sonnenferne wird es hier nie viel wärmer als -130°C. Jupiter ist im Besitz von mehr als 16 Monden. Die vier größten Io, Europa, Ganymed und Kallisto hat schon Galilei um 1600 entdeckt. Außerdem hat Jupiter ein sehr ausgeprägtes Wolkensystems, daß sich mit recht einfachen Mitteln von der Erde aus beobachten läßt. Diese parallel zum Äquator verlaufenden Wolkenbänder sind rotbraun bis rosafarben und verändern leicht ihre Formen. Mittendrin leuchtet der große rote Fleck, ein seit Jahrhunderten stabiler Wirbelsturm, der mit einer Geschwindikeit von ca 540km pro Stunde um den Planeten saust und seit Anbeginn der teleskopischen Astronomie beobachtet wird. Im Durchmesser würde unsere Erde 3,5mal in diesen Wirbelsturm hineinpassen. Das erste Foto entstand mit 1000mm Brennweite, der Planetenkörper ist einkopiert, da er völlig überbelichtet wäre, wenn die Monde mit aufs Bild sollen. Das 2. Foto entstand bei 5000mm Brennweite. Im südlichen Äquatorband ist rechts der GRF zu sehen.

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