2003-Okt-25

Ort: Wiener Neustadt
Zeit: 06:00-06:50MESZ
Seeing:
Grenzgröße:
Beobachtungsgeräte: Lilith Celestron Refraktor (102/500)
Thema: Celestron Refraktor 102/500

Schon länger hatte ich einen Reiserefraktor mit 2" Anschlussmöglichkeit im Auge und vor wenigen Tagen bekam ich das GO von meinem Finanzminister. Nach einer kleineren Odyssee vom Gebrauchthandel auf astronomie.at über ein TS Schnäppchen Gerät aus der Wolfshöhle (leichte Putzspuren auf der Objektivlinse *schauder*) und ein passendes 2nd hand Gerät in Wien (war schon verkauft) landete ich schließlich wieder bei meinem St. Pöltner Stammhändler. Der 102/500 Skywatcher den ich im Hinterkopf hatte war leider over and out, aber Celestron hat ein baugleiches Richfield Gerät im Sortiment und dieses war lagernd. Mit etwas Zähneknirschen legte ich den Rest der Teuros von Gebraucht- auf Neugerät hin und wenige Tage später (am 24.Okt.) war der Refraktor auch schon da. Der Kauf des 2" Zubehörs muss nun halt leider noch etwas warten.

Erster Eindruck _sehr_ positiv. Das Gerät kam mit zwei Rohrschellen an, eine hat einen Piggy Back Anschluss für eine Knipse. Die Prismenschiene war schon montiert und das Zollgewinde saß genau im Schwerpunkt. Der 2" Okularauszug mit T2 Anschluss hat das übliche Shifting dieser Geräte. Die Zahnstange ist auch wieder mit dem Klebefett eingelassen (wahrscheinlich um das Shifting zu minimieren). Bei meinem 120/1000 Refraktor hab ich das beseitigt, bei dem kleinen Rich-field Gerät, das sowieso für geringe Vergrößerungen ausgelegt ist, sollte es nicht weiter stören und ich werde den OAZ inzwischen mal so lassen wie er ist. Das Gerät ist auffallend leicht und einwandfrei auf die Achse kollimiert, hat eine schöne helle Abbildungsleistung, ein erster Beugungsringtest am künstlichen Stern sah recht vielversprechend aus. Nix verspannt und soweit alles in Ordnung.

Es heißt: bei jedem neuen Astrogerät, das man sich anschafft, folgt eine Schlechtwetterperiode *g*. Nun diese gab´s nicht - zum Ausgleich aber gestern eine Wetterkatastrophe mit Unmengen Schnee, welcher reihenweise Baumkronen knickte.

Heut früh die Überraschung. Saukalt -10°C und klarer Himmel. Gegen 06:00 ist zwar nicht mehr allzuviel zu gucken, aber Jupiter konnte ich trotz schlechten Seeings mit Wolkenbändern bei 55fach beobachten und das Spiel der Monde ist auch immer wieder hübsch anzusehen. Lilith ruht auf einem schweren Videostativkopf (mittels Zollgewinde in der Prismenschiene) und das soll auch die Hauptverwendung sein: Schnelles Zwischendurch-gucken ohne großen Aufbau. Allerdings konnte ich heut auch schon ein Sonnenfoto gewinnen (zwei schöne und große Fleckengruppen sind momentan unterwegs). Natürlich war der Farbfehler bei der kurzen Brennweite schon deutlich, den beseitig aber der Baader-Kontrast-Booster sehr wirkungsvoll.

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