2004-Apr-24

Ort: Wiener Neustadt
Zeit: 21:00-22:30MESZ
Seeing: -
Grenzgröße: 3,0mag
Beobachtungsgerät: Dhara (Refraktor 120/1000) auf EQ-5, CCD Alpha Mini
Thema: M3, M53, NGC 4762, Vesta

M3 war das erste Objekt des heutigen Abends. Der KS ist ein visuell sehr lohnendes Objekt und einfach zu sehen mit typischem Erscheinungsbild an der Grenze der Sternbilder Bootes und Jagdhunde (34.000Lj Entfernung, 6,2mag hell). Eine Beobachtung samt Beschreibung gab´s schon am [20. April]

M 53 (Com) ist wesentlich schwächer als M 3, erscheint visuell diffus und klein. Während M 3 z.B. auch im 40mm Plössl schön hell ist, ist M 53 mit demselben Okular ein schwieriges Objekt. Mit zunehmender Vergrößerung wird der Sternhaufen immer besser und ist am deutlichsten mit dem 9mm Okular gewesen. M 53 steht ziemlich weit draußen - 60.000Lj vom Zentrum der Milchstraße und etwa ebensoweit von der Sonne entfernt. Auf tieferen Aufnahmen bringt er immerhin noch 14' Größe zustande, das entspricht einer Ausdehnung von etwa 250Lj. Die Konzentation ist mäßig und verliert sich außerhalb des Zentralbereiches relativ schnell.

Von der haarfeinen Nadel einer der östlichen edge-on Galaxien im Virgohaufen (NGC 4762) war visuell leider nichts zu sehen, sie liegt etwa 2 Grad westlich von epsilon und hat eine Helligkeit von 10,2mag bei einer Ausdehnung von vielleicht 8x2 Bogenminuten. Durch die drei Sterne mit denen sie eine Raute bildet, ist die Galaxie nicht schwer zu finden. Die Sterne (ca. 9-10mag) waren im 9mm Plössl auch gut zu erkennen, von der Galaxie jedoch nicht einmal sicher der Kernbereich. Schade, denn die Licht-Nadel ist visuell durch das Umfeld und die extreme Kantenlage sicher sehr hübsch.

Im Virgohaufen befindet sich momentan auch Vesta mit einer relativ großen Helligkeit von ca. 6,2mag. Ich hab sie schon am 22. April beobachtet, da war aber der Himmel nicht allzu gut. Im Vergleich zum 22. April ließ sich schon eine deutliche Weiterbewegung des Planetoiden feststellen.

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