2004-Apr-20

Ort: Wiener Neustadt
Zeit: 21:30-23:30MESZ
Seeing: -
Grenzgröße: 3.0mag
Beobachtungsgerät: Dhara (Refraktor 120/1000) auf EQ-5
Thema: M3 und Einnordungsversuch

Die Montierung steht immer noch nicht so, wie ic es mir wünsche. Dabei konnte ich anfangs mit dem Fadenkreuzokular in 2 Minuten kaum eine Abweichung feststellen. Bei Benutzung der 3xBarlow von TAL und dem F-Oku (V=300) wandert der Leitstern aber sehr wohl noch ziemlich raus. Also hab ich rumgetüftelt bis ich innerhalb 2 Minuten auch hier keine Abweichung feststellen konnte (Leitstern Denebola). Dabei ist ein großes Problem, dass mein Beobachtungsblickwinkel sich praktisch auf den Meridianbereich mit einer Dekl von maximal +29° beschränkt. Daher ist auch das traditionelle Einscheinern über S und anschließend entweder O oder W nicht gut möglich.

Die Montierung schien nun gut ausgerichtet, daher peilte ich noch ein Objekt an (ist doch blöd einen ganzen Abend lang nur Montierung auszurichten und nix zu beobachten - die Dobsonianer haben gut lachen :-)
Nach schwachen Galaxien war der Himmel wirklich nicht, aber M3 bot sich - grade noch erreichbar an. Zunächst peilte ich Arkturus an, stellte die Teilkreise ein und schwenkte auf M3 um. Im 20mm Okular stand der KS ohne weitere Korrektur am Gesichtsfeldrand. M3 ist _sehr_ hell, allerdings konnte ich bei keiner Vergrößerung Einzelsterne ausmachen. Außerdem ist M3 beeindruckend groß. Meine eigene Schätzung betrug etwa 10´ und das entspricht genau der Angabe im Karkoschka. Außerdem glaubte ich zu erkennen, dass der KS nicht ganz rund, sondern leicht oval verzerrt ist.
Eine Aufnahmeserie von 5x120 Sekunden brachte eine ziemliche Überraschung. Die Feldsterne wiesen alle lange (ca. 30") Strichspuren auf. Die Monti war wohl doch nicht so genau eingestellt wie ich glaubte. Möglicherweise ist die relativ große Höhe von 28° und damit die hohe Winkelgeschwindigkeit von M3 mit Schuld, dass die Aufnahmen unbrauchbar geworden sind.

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