2003-Jan-17

Ort: Wiener Neustadt
Zeit: 18:00-19:30MEZ
Seeing: -
Grenzgröße: 3,7mag (Orion Pi5)
Beobachtungsgerät: Dhara (Refraktor 120/1000) auf EQ-5, Alpha Mini im Fokus bei 1m Brennweite
Thema: NGC 1788 (Orion) Helligkeit 9mag/12mag, 1400Lj, Teil des Orionkomplexes

Deepsky ist sowieso schon problematisch aus der Stadt und einen Tag vor Vollmond ganz besonders. Die Himmelshintergrundhelligkeit liegt etwa bei 10mag. Trotzdem versuchte ich den sonst recht passablen Himmel zu nutzen und nahm mir als einziges Objekt NGC 1788 vor. Der kleine Reflexions/Staubnebel liegt in der Westecke des Sternbildes Orion, an der Grenze zum Eridanus und wird wegen der Nähe zum imposanten M42 gern übersehen. Man findet ihn 2 Grad nördlch des 3mag Sternes Beta Eri (Cursa). Seine grobe Position ist daher relativ einfach aufzufinden.

Um den Nebel steht ein kleines Sterndreieck aus 8,5mag Sternen, welches sehr leicht zu entdecken ist. Der Nebel ist visuell jedoch nur 10mag hell. Er lag an diesem Abend nah an der Sichtsbarkeitsgrenze. Der viel schwächere Nebel oder auch der sehr schwache Stern im Nebel blieben leider verborgen (Nebelfilter helfen wegen des kontinuierlichen Spektrums auch nicht).

P.S. Etwas irritiert wurde ich bei der Suche durch leicht unterschiedliche Positions- und Größenangaben zwischen Karkoschka, Stoyan (Karkoschka 6´, Stoyan 4´x2´) und Carte du Ciel. Aber im Rundum-Vergleich mit allen drei Quellen war ich schließlich doch sicher genau an der richtigen Stelle zu sein. Ist natürlich problematisch, wenn man das Zielobjekt selber nicht sieht :).

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