2002-Okt-28

Ort: Wiener Neustadt
Zeit: 19:00-20:00 MEZ
Seeing: -
Grenzgröße: ca.4.0
Beobachtungsgerät: Dhara (Refraktor 120/1000) auf EQ-5, Flip Mirror, 25mm Kellner, 17mm Plössl, Alpha-Mini OES CCD-Kamera per 2xBinning Modus im Fokus bei 1m Brennweite
Thema: NGC 7293 - Helix(Sonnenblumen)nebel Plntr. Nebel / 7m (9m) (12,7m lt. Guide 7.0) / 15' / Aqr / 22h 30min / -20.8° / 500Lj (ca. 2Lj Durchmesser)

Der ca. 1820 von Karl Ludwig Harding entdeckte Helixnebel zählt zu den nächsten und hellsten planetarischen Nebeln. Er ist bereits mit dem Feldstecher auffindbar! Trotzdem sind Details erst gut in mittleren Teleskopen erkennbar. Auffallend ist der helle Ring. Die Ringdicke beträgt etwa 1/4 des Durchmesser bzw. die dunkle zentrale Stelle macht 1/2 Durchmesser aus. Die Ringform ist leicht unregelmässig. Eine Ringstelle ist sogar wesentlich schwächer, so dass der Eindruck entstehen könnte, es handle sich um ein Hufeisen. Feine, helle Sternchen schimmern durch den Nebel hindurch. Im Zentrum des Objektes steht ein weißer Zwerg (Helligkeit 13.2m), der seine früher einmal abgestoßene Gashülle zum Leuchten anregt. Die spiralige Struktur dieser äußeren Hülle ist noch weitgehend unerklärt. (Beschreibung vom Inhaber eines 12.5" Ninja-Dobson).

Sucht man im Internet nach NGC 7293, sieht´s aus, als ob jeder der weniger als 2 Dioptrien hat, auch ohne Brille und Teleskop den Helixnebel sieht - vorausgesetzt der Mond scheint nicht! Der erste Versuch - am 29. September - war schon nicht grad überzeugend gewesen und heute ging´s nicht besser. Nach einiger Zeit draufhalten erschien es mir so als ob ich den Nebel im 17er Plössl möglicherweise sehen würde...(also nix! Vielleicht sollt ich auf den Feldstecher umsteigen :-).

Dabei ist der Himmel mit 4mag heute wirklich gut (besser wird´s nie). Das Seeing ist zwar schlecht, sollte aber bei einem so ausgedehnten Objekt nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Bleibt noch abzuwarten ob hoffentlich ein UHC was bringt. Bestellt ist er schon...

P.S.: Die Plutobahn hätte etwa 1/3 des Durchmessers der Helix-Blase, der Durchmesser der Erdbahn würde weniger als 1% betragen!

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