2002-Mai-08

Ort: Wiener Neustadt
Zeit: 21:30-22:30
Seeing: - (1-5)
Grenzgröße: ~3.6
Beobachtungsgerät: Neberu 11x80 Fernglas
Thema: Ekliptik

Startpunkt Venus, die sich gerade hübsch im Dreieck mit Mars und Saturn zeigt. Sehr schön sind die Farbunterschiede der Planeten zu erkennen. Von hier aus ein Schwenk zu Jupiter in den Zwillingen. Nicht weit entfernt und etwa in der Ebene der Ekliptik steht M35, der aufgrund der tiefen Stellung und der schlechten Grenzgröße zwar deutlich sichtbar war, aber nur blickweise wenige Einzelsterne zeigte. Ein Stück weiter östlich kommt der Eskimonebel (NGC 2392) vor die Linsen, der im Bino natürlich nur punktförmig ist und auch keine grünliche Färbung (Karkoschka) hat.

Die Ekliptik weiterwandernd kommt M44 ins Gesichtsfeld, im Fernglas immer ein Erlebnis, meiner Meinung nach besser als im Teleskop. Von zuhause aus konnte ich M44 übrigens noch nie mit freiem Auge sichten. Im Krebs ist ein kleiner Abstecher zu M67 angezeigt, der sich als diffuser Nebelfleck an der Sichtbarkeitsgrenze präsentierte. Bei M67 angekommen lohnt sich normalerweise auch der Ausflug zu M48 im Einhorn. Ich kurble also ein wenig tiefer - der Kopf der Hydra kommt ins Glas (passt komplett ins Gesichtsfeld rein) - zu C Hydra, der sich im Fernglas als Trio entpuppt und daher ein einfach zu erkennender Fixpunkt beim Sternehoppeln ist. Ist C Hydra gefunden, steht M48 normalerweise auch schon im Glas...??...nur war da heute nix. Ich hab gut 10 Minuten draufgehalten mit kurzen Pausen und Decke überm Kopf (wegen der Dunkeladaption - außerdem kühlt die Glatze schnell aus :-). Schade also kein M48, leichter Dunst dürfte wohl mit der Lichtglocke der Stadt zusammengewirkt haben und damit eine Beobachtung vereitelt haben.

Nach diesem wenig erfolgreichen Ausflug, schraube ich mich wieder hoch zu M44 und taste mich an der Ekliptik weiter zu Regulus (wieso ist diese Linie aus dem Karkoschka am Himmel eigentlich nie zu sehen :-). Ein Stückchen noch nach Osten und etwas nördlich liegen die Galaxien M65/66, ich habe sie schon mehrfach mit dem 11x80 sehen können, aber heute war´s vergeblich - die Bedingungen reichten wieder einmal nicht ganz aus (mit Wehmut dachte ich an Franz´ Himmel in Pitten und den Anblick der beiden Galaxien in seinem hervorragenden Refraktor zurück).

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