2001-Mai-10

Ort: Wiener Neustadt, Balkon
Zeit: 18:30
Seeing(1-5): 4
Grenzgröße: 4 mag
Beobachtungsgerät: 200/800
Thema: M65, M66

Galaxien M65, M66 angepeilt (9m und 9,5m, 40M Lichtjahre Distanz laut Karkoschka). M66 ist mir zuerst aufgefallen, sie hatte auch einen helleren Kern, während ich bei M65 überhaupt keinen Kern feststellen konnte. Beide Galaxien waren schon im Übersichtsokular sichtbar (indirekt). Etwas besser zu sehen und deutlich flächig waren sie bei 80facher Vergrößerung. Höhere Vergrößerungen brachten keine weitere Verbesserung. Immerhin waren die Galaxien im 8 Zöller kein prinzipielles Problem mehr, während ich sie mit den 4,5 Zoll Newtons noch nicht gesehen habe.
Ein Vergleich mit den Aufnahmen im "Atlas der schönsten Himmelsobjekte" von Hans Vehrenberg brachte mir Klarheit über die Sichtverhältnisse beider Galaxien. M65 weist nur 15° Kantenlage auf, M66 ist wesentlich mehr aus der Kante gekippt. Daher rühren die Helligkeitsunterschiede, bzw. die größere Auffälligkeit von M66. Im Vehrenberg lauten die Helligkeitsangaben übrigens 9,9m für M66 und 10,5m für M65.

Fotolink M65 M66

Doppelsterne: Alfa Gem war kein Problem, wenn auch die Komponenten immer wieder "ineinander" liefen. Das würde bedeuten, dass das Seeing wieder mal nur bei ca. 3.5 Bogensekunden lag. Ich hab trotzdem Gamma Virgo probiert (3,5/3,5m bei 1,5" Abstand) - keine Chance.
----------
Gestern war ich auch kurz am Balkon mit dem 11/80 Feldstecher, das besondere war aber, dass bei längerem Hinschauen immer wieder mal alle Sterne des Kopfes der Hydra aufblitzten. Das wäre somit aus der Stadt heraus immerhin eine Grenzgröße von 4,4m bei Sigma oder Rho Hya. Das ist die tiefste Grenzhelligkeit von zuhause aus, die ich jemals hatte.

Diese Seite ist Teil eines [Framesets]