2000-Mai-20

Ort: Wiener Neustadt (Balkon)
Zeit: 21:30-22:15
Seeing:
Grenzgröße: 3,5mag
Wetter:
Beobachtungsgerät: 9x63
Thema: Werte für 9x63

Um 21:30 ist es jetzt noch gar nicht richtig dunkel. Doppelstern Zeta Gemini (101") aufgelöst. Der sollte zwar einfach sein im 9x63, aber die Komponenten sind 4mag und 7,6mag. Der Helligkeitsunterschied machts dann doch wieder einigermaßen schwierig. So mußte ich schon einige Zeit draufhalten, bis ich beide Steren eindeutig getrennt gesehen habe. Dann wars aber leicht. Letzlich hatte ich weniger Abstand erwartet, es ist jedoch immer noch genug Platz dazwischen. Am Boden liegend guckte ich mir den Sternhaufen Coma Berenice an, _sehr_ schön. Im Karkoschka steht übrigens, dass in M44 (Praesepe) auffallend viele Doppelsterne sind. Nun ist mir aufgefallen, dass auch im Fernglas auffallend viele Paarungen zu sehen sind. Ist nur die Frage ob die Doppelsterne bei der doch geringen Auflösung des Fernglases wirklich physische Doppelsterne sind oder bloß visuelle.
Außerdem hab ich dann nochmal versucht das Gesichtsfeld des 9x63 zu bestimmen. Delta-Lambda-Zeta Gem sind so grad noch gemeinsam ins Glas zu kriegen.
Geschätzte Werte für das 9x63 Glas demnach: Sehfeld 5,6°, würde 98m auf 1000m entsprechen. Theoretische Grenzgröße +5 mag. Aus der Stadt, wo auch bei guten Bedingungen bei ca. 4mag schluss ist, müßte ich also bis ca. 9 mag runterkommen, aber die dazukommende Himmelsaufhellung wird die Werte wohl noch verschlechtern.
Später konnte ich noch die Werksangaben von Bresser im Internet finden. Dort ist das Gesichtsfeld mit 6,2° angegeben. Die Randunschärfe miteingerechnet, scheint mir damit meine Schätzung nicht schlecht zu sein.
Anschließend hab ich Maßstabkreise (auf Folie) für das 9x63 bezogen auf den Karkoschka gezeichnet: kleiner Kreis 7mm, großer Kreis 2,85cm. Ist recht praktisch, jetzt muss ich mich nicht nur auf mein Gefühl für das Gesichtsfeld verlassen.

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